You Will Do This

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Ziel: Ironman

Am 14. Juli 2013, zwei Jahre nach meinem 1. Triathlon überhaupt, war das große Ziel erreicht: Im Ziel bei der Challenge Roth. Dream Coming True! Zeit: 9h 17min (Patz 68 bei rund 3500 Startern).

Notaufnahme

sonstigesPosted by Marko Wed, September 26, 2012 00:05:40

Ich bin also nicht unsterblich. Und noch dazu manchmal nicht besonders clever. Aber lasst mich vorn anfangen.

Freitag Abend saßen wir bei Simon in der Bude und haben gequatscht und getrunken. Alles in Maßen. Aber egal, ein Sportler verträgt doch alles, oder? 100 Kilometer Laufen in der Woche - ein Klacks! Denkste. Plötzlich Bauchschmerzen. Etwas falsches gegessen, wer weiß? Also ab nach Hause ins Bett und ausschlafen. Doch es lief anders...

Good old Appendix - ein kleiner Schlingel mit großen Folgen. Bildquelle: Wikipedia

Ich gehöre wirklich nicht zu den Leuten, die schnell zum Arzt gehen. Aber Freitag Nacht wurde mir unheimlich. Die Schmerzen waren sehr stark geworden, und eine kurze Google-Suche bestätigte, dass alle Blinddarm-Symptome vorlagen. Da gab es nur eine Lösung: Schnell den Rucksack packen, etwas zum Lesen mitnehmen, und ab in die Notaufnahme. Laufen und Auto fahren ging mit etwas Zähne zusammenbeißen gerade noch, aber beim Anheben des rechten Beins waren die Schmerzen höllisch. Kaum angekommen wurde alles gründlich durchgecheckt. Von einer Not-OP sah der Arzt zunächst ab, und ich blieb über Nacht da. Und siehe da: Am nächsten Morgen war ich wie durch ein Wunder fast beschwerdefrei!

„Dann ist doch alles gut“, dachte ich. Und ging – gegen den Rat des Arztes – vorzeitig nach Hause. Ein Fehler. „Manchmal geht der Schmerz weg, wenn der Blinddarm platzt und es richtig ernst wird“, sagte Frank aus dem Verein am Telefon. Danke Frank. Damit wurde ich für das restliche Wochenende zum Hypochonder, der das schlimmste vermutete. Erst am Montag ging ich zum Hausarzt, nochmal Blut abnehmen und Ultraschall. Sah alles ganz gut aus. Morgen kommen die Blutwerte. Lesson learned: Always listen to the Doc, Stupid!

Für mein Marathontraining heißt das alles nichts Gutes. Mindestens fünf Tage Trainingspause, dann zwei Tage zum wieder Anlaufen - und selbst das nur im besten Fall. Die verlorene Woche lässt sich nur kompensieren, indem ich den Dresden-Marathon streiche und eine Woche später in Frankfurt starte. Und auch das steht auf Messers Schneide. Denn wenn sich das Ding nochmal entzündet, ists für dieses Jahr aus mit dem 2:59-Traum. Zur Strafe wird er dann aber gleich endgültig weggeschnibbelt.

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