You Will Do This

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Ziel: Ironman

Am 14. Juli 2013, zwei Jahre nach meinem 1. Triathlon überhaupt, war das große Ziel erreicht: Im Ziel bei der Challenge Roth. Dream Coming True! Zeit: 9h 17min (Patz 68 bei rund 3500 Startern).

So blamiert man sich in der Wechselzone

WettkämpfePosted by Marko Mon, July 01, 2013 23:42:33
"Alles was schief gehen kann, wird schief gehen". Das weiß jeder, der Murphy's Law kennt. Früher oder später erwischt es jeden. Letzten Sonntag bei der Deutschen Meisterschaft über die Olympische Distanz in Düsseldorf war ich an der Reihe.

Ganz so schlimm war es nicht :) Quelle: www.wikipedia.org

Panne 1: Erstmals hab ich mir beim Schwimmen die Brille runterhauen lassen. Habe ich sonst immer nur bei den anderen gemacht. Aber Scherz beiseite: Für die 1,5km im Wasser war "Prügelei" die treffendste Bezeichnung. Habe noch nie so ein Gerangel erlebt!

Panne 2: Standet ihr schonmal orientierungslos in der Wechselzone und habt verzweifelt euren Wechselplatz gesucht? Bin einmal komplett durchgerannt (das war ziemlich weit) und wieder zurück, und selbst dann musste ich noch suchen... Sah aus der Zuschauerperspektive bestimmt lustig aus. Und dabei auch noch den Helm-Verschluss aufgemacht und ein "Haaalt. Helm zu!!!" von der aufmerksamen Wettkampfrichterin kassiert. Ergebnis: Über 5 Minuten Wechselzeit vom Rad zu Laufen, eine absolute Blamage...

Panne 3: Eigentlich kann ja bei knapp 10km Laufen nix schief gehen. Denkste. Nach 2km höre ich ein Klacken, drehe mich um und sehe das seit fast 2 Jahren bewährte Laufstil-Startnummernband samt Startnummer auf dem Boden liegen. Hätte ich nie gedacht, dass sich der komplette Verschluss aufdröseln kann... Also umdrehen, aufheben und die restlichen 30+ Minuten mit der Nummer in der Hand laufen. Ist mal was anderes, die Hände hast du ja beim Laufen eh frei :)

Malle-Trainingskollege Ralf fix und fertig im Ziel. Stark durchgehalten beim Laufen!

Fazit: Aus den Fehlern lernen und Abhaken. War alles halb so wild, es hat wohl sogar noch für die Quali zur Triathlon-WM in London gereicht. Und den blamablen Fehler in der Wechselzone mache ich sicher kein zweites Mal! Es hätte auch schlimmer kommen können, immerhin blieb mir ein Platten oder gar Sturz erspart. Also alles paletti. Nur in Roth in 2 Wochen wäre es schön, wenn alles glatt geht :)

Schwimmen - 1,5km - 27:03 (Platz 127)
Rad - 40km - 58:58 (Platz 62)
Laufen - 9,6km - 36:56 (Platz 52)
Gesamt - 2:10:34 (Platz 88)

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Erstes Saisonhighlight – Platz 53 bei der Challenge Kraichgau

WettkämpfePosted by Marko Thu, June 13, 2013 00:21:27
Nachdem der Morgen des 9. Juni ziemlich miserabel begann, hat sich das Blatt am Ende doch noch zum Guten gewendet. Vielen Dank auch an die tollen Moderatoren am Start, die vielen freiwilligen Helfer und vor allem die Zuschauer an der Strecke! Ohne euch hätte die ganze Quälerei überhaupt keinen Spaß gemacht :)

v.l.n.r.: Commander, Andi Raelert und ich am Tag vor dem Wettkampf

Aber zurück zur harten Realität eines Wettkampfmorgens. Das erste Hindernis war es, vom Hotel zum Start zu kommen. Ich hatte mich für die 15 Kilometer auf den Shuttle-Bus verlassen, der dann aber nur für die Zuschauer in der Zeit nach dem Start verkehrte. Da stehst du da mit deinem Neo und den Wechselbeuteln... Zum Glück fand ich beim Frühstück einen anderen Starter, der in seinem Auto nebst Frau und Tochter noch einen Platz frei hatte. Check.

Schon während der Fahrt zum See ging ein übles Gewitter mit sintflutartigem Regen los. Der Feldweg zum Start glich einer Schlammpiste. Es war klar, dass man das Rennen bei Gewitter nicht starten würde, also hieß es warten. Ich zog in Ruhe den Neo bis zur Hüfte an und behielt die restlichen Klamotten inklusive der Schuhe so lange wie möglich an, um nicht auszukühlen. Die Moderatoren der Challenge ließen sich nicht irritieren und verbreiteten über die überdimensionalen Boxen weiter gute Laune und spielten coole Musik. Ein Lob an euch, ihr habt damit vielen Teilnehmern die Stimmung gerettet!

Das waren die echten Bojen beim Schwimmen. Es gab auch noch andere...
Quelle: www.challenge-kraichgau.com

Der Start wurde 2x verschoben. Zwischenzeitlich lag das Thema Rennabbruch in der Luft. Geschätzte 100+ Teilnehmer brachen den Wettkampf freiwillig ab – das Risiko eines Sturzes auf regennasser Fahrbahn war ihnen einfach zu hoch. Kurz darauf die ersehnte Nachricht: Um 10 Uhr ist Start für die Profis, ich war in Gruppe 4 um 10:30 Uhr dran. Check.

Als mein Startschuss fiel, waren viele Schwimmer der ersten Gruppe schon mit der 1,9 Kilometer langen Runde fertig und stiegen aufs Rad. Die würde ich sicher nicht mehr kriegen ;) Für mich dauerte das Schwimmen 33:39 Minuten. Neben meiner eher "moderaten" Schwimmleistung lag das auch an den langsamen Brustschwimmern (!) der vorherigen Gruppen, die plötzlich wie Bojen vor mir auftauchten und die es auf Umwegen zu umschiffen galt.

Höhenprofil der Radstrecke. Immer mal wieder ein Hügel, aber machbar.
Quelle: www.challenge-kraichgau.com

Nach dem Landgang ging es gleich Barfuß in die überfluteten Radschuhe und ab auf die 90 Kilometer lange, hügelige Runde. Jetzt begann der Spaß erst richtig, denn ich war relativ weit hinten gestartet und konnte so Hunderte (!) andere Teilnehmer überholen. Fast wäre es nicht dazu gekommen, denn um Haaresbreite hätte ich nach wenigen Kilometern im Graben gelegen – hatte vergessen, die Vorderradbremse nach dem Transport wieder zu schließen. Dummer Fehler, aber nochmal Glück gehabt. Auch später hatte ich an der Stelle Glück, wo jemand Glasscherben auf die Strecke gekippt hatte und geschätzte 50+ Teilnehmer einen (oder zwei) Platten hatten...

Ab der Hälfte der Radstrecke war das Wetter so gut, dass die Straße trocken war. Jetzt konnte ich richtig draufdrücken. Mit 2:30:34 Stunden erreichte ich am Ende sogar noch meinen zuvor angepeilten 36er Schnitt! Und ja, eine harte Radtaktik ist riskant wegen des anschließenden Halbmarathons, für den man sich ja Kraft aufsparen sollte. Aber die Idee war es, auf dem Rad ordentlich Druck zu machen und zu schauen, ob und wie stark sich das auf meine Laufleistung auswirkt.

Das harte Bahntraining auf dem Sanderrasen (Foto) hat sich ausgezahlt!

Die Antwort: Laufen ging trotz der harten Radtaktik erstaunlich gut! Ich schaffte den Halbmarathon trotz ordentlicher Hitze und der deutlichen Vorbelastung in 1:29 Stunden, wobei die letzte der 3 Runden eine ziemliche Quälerei war. Und ich muss zugeben, dass mein Körper während des Halbmarathons nur aufgrund des ständigen Gel-, Cola- und Isokonsums weiter gut funktionierte.

Nach 21 Laufkilometern dann die Erlösung an der Ziellinie mit einer Gesamtzeit von 4:38 Stunden
(meine langsamen Wechselzeiten haben nochmal 2-3 Minuten extra gekostet). Nichtsdestotrotz, persönliche Bestleistung.

Mein hart verdientes Zielfoto :)

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Keine 2 Jahre nach meinem ersten Triathlon überhaupt stehe ich nun vor der großen Herausforderung einer Ironman-Distanz bei der Challenge Roth. Ohne Pannen und frühzeitiges Überzocken ist eine Traum-Zielzeit von unter 10 Stunden in greifbarer Nähe. Feuer frei für die heiße Vorbereitungsphase!

Wer Kommentare hat, ebenfalls Feuer frei. Freue mich, wenn jeder seinen Senf dazugibt :)

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Höhentraining in Malte's WG

RadPosted by Marko Thu, April 25, 2013 12:25:20
Es gibt Momente im Leben, in denen man seinen eigenen Augen nicht traut. Stellt euch vor, ihr kommt in ein WG-Zimmer und seht dort ein Zelt (!), das fein säuberlich auf dem Bett aufgebaut ist. Alles klar?

Genau so sieht's aus. Malte, Medizinstudent aus Würzburg und Gründer des Vereins "Laktatwalze", hat ein neues Experiment gestartet: Höhentraining. In seinem WG-Zimmer. 6 Wochen lang. Zu fünft.

Marko für 1,5 Stunden bei 3100 Metern

Und das geht so: Rad mitbringen, auf der Rolle festschnallen, Hypoxie-Gerät einschalten ("sssss"), Rammstein-Konzert auf Youtube starten, Boxen aufdrehen, Maske aufsetzen, Pulsoximeter anlegen – und losradeln. Nach einer Stunde klingelt es, der nächste kommt mit seinem Rad zum Training, fliegender Wechsel. Ich nehme an, die anderen Mitbewohner finden den ganzen Trubel super und ganz sicher muss auch keiner in Ruhe lernen :) Sind ja nur 6 Wochen.

Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, schläft Malte jede Nacht in seinem Höhenzelt auf x-tausend Meter Höhe bei verringertem Sauerstoffgehalt – und ohne seine Freundin, die lieber klassisch auf den Würzburger 177 Meter über Null nächtigt. Aber es sind ja nur 6 Wochen.

Wie oft bei solchen Experimenten geht natürlich auch mal was schief. Zum Beispiel muss man wissen, dass das Gerät einen Höhenadapter besitzt. Dieser war bei Auslieferung auf "an" gestellt. Für Maltes erste Nacht bedeutete dieses Detail 4100 Meter Höhe statt der geplanten 2100 Meter. Am nächsten Morgen fühlt man sich dann etwas unausgeschlafen (wohl wegen der pochenden Kopfschmerzen und des dreistelligen Pulses beim Aufwachen). Aber als Mediziner kann man sich da ganz gut selbst helfen.

Malte (links) und der "Commander" beim Passiv-Training auf 4800 Metern.

Wie ihr seht ist das Ganze ein lustiges Projekt. Und vielleicht bringt's ja auch was. Jedenfalls trainieren wir jetzt schon seit 4 Wochen regelmäßig in Malte's WG-Zimmer. Bis jetzt sind alle noch ganz gut gelaunt. Und im Zimmer riecht es noch nicht allzu streng nach Schweiß, auch wenn der Teppich bereits etwas eingeweicht ist. Aber es sind ja nur noch 2 Wochen :)

Danke an Markus Göbel von www.hoehenvorbereitung.de für den Deal mit dem Hypoxie-Gerät – ohne euch wäre aus dem Projekt nichts geworden. Und hier noch der Link zu den verrückten Laktatwalzen: www.laktatwalze.de

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Trainingslager Mallorca – 2 Wochen unter Verrückten!

sonstigesPosted by Marko Thu, March 21, 2013 19:24:02
Eines vorab: Nach diesem "Urlaub", wie einige Bekannte fälschlicherweise vermuteten, musste ich mich erstmal ein paar Tage erholen. Vor allem körperlich. Aber ein bisschen auch mental. Lasst mich die Kurzfassung zum Camp erzählen.

Kurzes Fotoshooting am Schwimmbecken

Trainingslager statt Ballermann
Malle ist unter Triathleten für Trainingslager so bekannt wie der Ballermann bei Party-Gängern. Und das hat einen guten Grund: Man kann schöne lange Radeinheiten früh im Jahr absolvieren, ohne sich draußen den Ar*** abzufrieren. Auf dem Programm standen täglich meist 3 Trainingseinheiten, in der Regel Schwimmen, Radfahren und Laufen (wer hätte das vermutet). Außerdem ab und zu Frühsport (ich habe lieber länger geschlafen) und Athletiktraining. Ebenfalls kräftig trainiert wurde die Disziplin "Essen", und zwar zweimal am Tag: morgens und abends. Noch nie in meinem Leben konnte ich so viel auf einmal verdrücken! Ergebnis: Gewichtszunahme trotz Dauersport mit über 1000 Radkilometern, täglichem Schwimmen und regelmäßigem Laufen!

Immer schön locker
Viele glauben, Grundlagentraining sei vom Tempo her "immer schön locker", wie unser Trainer Paule es nannte. Dieser Spruch avancierte zum Running Gag in der schnellsten Radgruppe (von allen Camp-Teilnehmern ehrfürchtig "Gruppe 1" genannt). Denn ein wilder Haufen trainingswütiger Triathleten lässt sich mit so einer lässigen Ansage nicht bändigen – eher bekommt man einen Hund dazu, eine Wurst zu bewachen. "Schön locker" hieß also frei übersetzt "Puls 170 und Druck aufs Pedal". Die einzigen, die uns dabei immer wieder bremsten, waren unsere zuverlässigen Radguides Konni und Paule. Danke an beide dafür, wir hätten uns sonst sicher schon nach ein paar Tagen formmäßig "abgeschossen"!

Fantastischer Sonnentuntergang – Blick vom Balkon unseres Hotels Cabo Blanco

No Pain No Gain
Trotz allen Bremsversuchen der Guides fuhr Gruppe 1 die eine oder andere Ausfahrt schneller als geplant. Nicht selten endeten kleine Passagen in einem Bergzeitfahren oder Mini-Radrennen. Doch das beste daran: Genau das hat unser Haufen Verrückter beabsichtigt. Besonders beliebt war die Trainingseinheit "Kraft am Berg". Normale Menschen werden das sicher nicht verstehen, aber hierbei fährt man einen Berg hoch und wieder runter. Und wieder hoch. Und runter. Hoch. Runter. Und nochmal. Das ganze mit einem möglichst großen Gang und niedriger Trittfrequenz, damit es sich schön schwer treten lässt. Nur ungläubige Blicke der anwesenden Normal-Touristen...

Alles Verrückte hier!
Das Schöne an so einem Trainingslager ist, dass man unter Gleichgesinnten ist. Die anderen sind also in etwa genauso verrückt wie man selbst. Wo sonst wird man
ernsthaft gefragt, ob man nach einer Stunde Laufen, 90 Minuten Schwimmen und 5 Stunden Radfahren gleich im Anschluss noch einen schnellen Lauf mitmachen möchte? Wo sonst ist der Kühlschrank voll mit Leinsamenöl, Vitalstoffen und Ackerschachtelhalm-Konzentrat statt Dosenbier? Wo sonst wird der Flachbild-Fernseher auf dem Hotelzimmer kein einziges Mal (!) eingeschaltet, aber dafür durchgängig zum Trocknen durchgeschwitzter Sportklamotten genutzt? Wie gesagt: Mental muss man nach so einem Trainingslager erstmal wieder auf die normale Welt umschalten.

Party am letzen Abend – unsere einzige Ballermann-Trainingseinheit!

Abschlussparty
Einmal musste auch gefeiert werden, und welche Gelegenheit wäre dafür besser geeignet als der letzte Abend? Für den Abreisetag war ohnehin kein Training mehr geplant (haha). Was das Ganze mit Kugelschreibern und nackten ******* auf sich hatte, lasse ich an dieser Stelle weg. Die Betroffenen wissen Bescheid :)

PS: Nach der Alkohlnacht ging es natürlich am Abreistag trotz dickem Kopf und wirklich schweren Beinen nochmals für eine nette Tour zum nächstgelegenen Berg!

PS 2: Weil es so schön war, fahre ich morgen gleich nochmal für eine Woche ins Trainingslager. Diesmal Toskana.

PS 3: Wenn ihr bis hier gekommen seid, gebt bitte noch euren Senf als Kommentar dazu :)

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Vergesst die alte Ernährungspyramide, hier kommt die Neue!

ErnährungPosted by Marko Fri, February 08, 2013 22:43:52
Ich bin davon überzeugt, dass man mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßigem Sport biologisch um bis zu 20 Jahre jünger bleiben kann. Außerdem lässt sich so das Risiko für schlimme Krankheiten wie Krebs, Schlaganfall oder Alzheimer deutlich verringern.

Die Forschungsgruppe Dr. Feil ist seit einiger Zeit der Coach meines Vertrauens in allen Ernährungsfragen – sowohl für den Alltag als auch zur Leistungssteigerung im Triathlon.

Alles, was ihr über richtige Ernährung wissen müsst. Quelle: www.dr-feil.com

Der neueste Clou: Eine übersichtliche Ernährungspyramide, die auf den Ergebnissen aus mehr als 1000 Studien beruht. Es ist heute alles andere als selbstverständlich, dass solche wertvollen Informationen kostenlos zur Verfügung gestellt werden! Klickt einfach auf die Grafik oben, die euch direkt zur Pyramide führt. Dann noch auf das Symbol "Kurz-Version" klicken und mit der Maus über die einzelnen Bilder fahren, um Details für die einzelnen Lebensmittel zu lesen.

Dann heißt es nur noch, das Ganze im täglichen Leben anzuwenden. Es lohnt sich! Mit Sport und der richtigen Ernährung habt ihr nach nur 2-3 Jahren einen Körper, von dem ihr vorher nur träumen konntet, sowie eine enorme Leistungsfähigkeit, die euch jeden Schritt im Alltag erleichtern wird.

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Lauftraining zur Geisterstunde

LaufenPosted by Marko Tue, January 08, 2013 03:13:47
Heute möchte ich euch von einem kleinen Experiment erzählen: 19 Stunden reine Trainingszeit in einer Woche, so viel wie nie zuvor in meinem Leben. Und es hat funktioniert, der Körper spielt immer noch mit.

Wäre der Sturz mit dem Rad am Dienstag nicht gewesen (Straßenbahnschiene, dumm gelaufen...) wäre es sicher noch etwas mehr geworden. Zum Glück ging beim Sturz aber alles gut und außer einer Schürfwunde am Knie und einer gezerrten Schulter blieb alles heil. Das Training konnte also am gleichen Tag mit lockerem Schwimmen bereits weitergehen.

Den krönenden Abschluss fand die Woche am Sonntag: Das herrliche nasskalte Wetter lud zu einer 3-stündigen Rennrad-Ausfahrt ein, und nach Auftauen der Füße ging es abends zum 20 Kilometer-Nachtlauf von 23:00 Uhr bis 00:45 Uhr. Unterwegs habe ich nur einen einzigen Menschen gesehen – und der musste wohl auch nur kurz mit dem Hund raus. Die Grenze zwischen Sport und Wahnsinn ist fließend...

Blick auf die Laufstrecke am Main um Mitternacht

Dass das umfangreiche Training eine ziemliche Gratwanderung zum Übertraining darstellt, ist mir bewusst. Man muss dazu sagen, dass ich über 90% der Zeit im Grundlagenbereich trainiere, also kaum an meine Leistungsgrenze gehe.

Ein gutes Indizes für Übertraining ist außerdem der Ruhepuls. Momentan liegt dieser in ausgeruhtem Zustand bei etwa 43. Ab einem Wert von etwa 48 bin ich im Zustand des "Overreaching", einer Vorstufe des Übertrainings (Konzept von Joe Friel). Dann heißt es aufpassen und etwas mehr regenerieren (also länger schlafen und besser essen). Über Ruhepuls 53 oder 55 würde ich dann damit beginnen, die täglichen Trainingszeiten verkürzen.

Diese Wohe wird der Umfang um einiges niedriger ausfallen, damit der Körper das hohe Trainingspensum erstmal adäquat kompensieren kann. Dann geht's weiter auf hohem Niveau. Anfang Februar das gleiche in grün: Eine Woche mit Spitzenumfang über 20 Stunden mit anschließender Erholung. Im März folgt die Zeit mit den höchsten Wochenstunden, sicherlich im Bereich der 25-30 Stunden-Marke (was nur durch die Trainingslager machbar ist).

Fazit: Noch rund 6 Monate bis Roth. Formkurve steil steigend. Motivation 100%.

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Produkttest LaVita

ErnährungPosted by Marko Tue, December 04, 2012 00:31:16
In den kommenden rund 8 Monaten werde ich im Rahmen meines Trainings das Vitalstoffkonzentrat LaVita einsetzen. Ich habe es probiert, es schmeckt gut und das Konzept hat mich überzeugt. Das Produkt wurde in 5-jähriger Forschungsarbeit von Experten aus Ernährungswissenschaft und Lebensmitteltechnologie entwickelt. Vielleicht hat der eine oder andere von euch schon Erfahrungen damit gesammelt. Würde mich über Hinweise und Kommentare freuen!


Insgesamt sind 70 hochwertige Lebensmittel als Zutaten vertreten – unter anderem zahlreiche Obst- und Gemüsesorten sowie Kräuter, pflanzliche Öle und Aloe Vera. Dadurch ist auch die komplette Bandbreite der Mikronährstoffe enthalten. Außerdem Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, sowie Omega-3-Fettsäuren, Carnitin, Coenzym Q10, Enzyme, Aminosäuren und nicht zuletzt sekundäre Pflanzenstoffe.

Ich habe kein anderes Produkt gefunden, das in seiner Zusammensetzung so komplex und vollständig ist. Das ist gegenüber Vitamintabletten und ähnlichem ein großer Vorteil, da die Vitalstoffe nicht isoliert, sondern in ihrem natürlichen Umfeld vorliegen. In dieser Form kann der Körper die Substanzen besser verwerten. Auch überzeugend finde ich, dass die Inhaltsstoffe nach den Empfehlungen der Vitalstofflehre dosiert sind.

Gerade bei hohen Belastungen im Sport ist der Verbrauch an Vitalstoffen besonders hoch. Durch den Einsatz von LaVita verspreche ich mir daher positive Effekte für die Regenerationszeit und das Immunsystem. Zusätzlich hat das Konzentrat eine starke antioxidative Wirkung. Mit anderen Worten: Es hilft dabei, schädliche freie Radikale im Körper zu neutralisieren, deren Anteil durch das permanente Training deutlich erhöht ist.

Ich bin gespannt, wie das Training mit LaVita verläuft und werde von meinen Erfahrungen berichten!

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Der Master-Plan

sonstigesPosted by Marko Sat, November 24, 2012 14:39:13
Bei solchen Überschriften haben die Leser hohe Erwartungen. Soll mir recht sein, denn die habe ich auch. Nach langem Basteln und Überlegen ist er hier nun, der ausgefeilte Trainingsplan, der mich zur Ironman-Distanz nach Roth bringen wird. Sollte es aus eurer Sicht noch nicht perfekt sein, bitte kräftig Kommentare abgeben! Meine Ernährung habe ich auch umgestellt, aber dazu gibts demnächst einen eigenen Beitrag.

Der Countdown zur Challenge Roth läuft...

Was das Training angeht, so hat die Vorbereitungsphase 1 hat bereits begonnen. Das heißt nichts anderes als Grundlagentraining in allen Disziplinen mit langsam steigenden Umfängen. Schwimmen, Rad, Laufen, Kraftübungen und Athletik. Mal sehen, ob das Sixpack über Weihnachten hält...


Zum neuen Jahr beginnt die Vorbereitungsphase 2. Dann geht's vor allem dran, meine Schwimmzeiten zu verbessern – nach wie vor die größte Schwachstelle, was das Tempo angeht. Ein zweiter Schwerpunkt wird sein, die langen Läufe am Wochenende wieder regelmäßig durchzuführen, um hier eine solide Grundlage zu schaffen. Radfahren nur, wenn es das Wetter zulässt, oder ein bisschen im Fitnessstudio zwischendurch als Grundlage für die Trainingslager im März.


Ab März beginnt die Vorbereitungsphase 3. Jetzt werden bereits die höchsten Umfänge des Trainingszyklus geschrubbt – vom Tempo her aber weiterhin im Grundlagenbereich. Der Spitzenumfang wird zwischen 25 und 30 Trainingsstunden pro Woche liegen. Perfekt passen hierzu meine zwei Trainingslager: Die ersten beiden März-Wochen mit der Deutschen Triathlon Union auf Mallorca, die letzte März-Woche mit der RSG Würzburg in der Toskana. Klar werden hier hauptsächlich Radkilometer gesammelt – der März wird in dieser Disziplin sicher der Spitzenmonat, je nach Wetter mit insgesamt bis zu 2000 km. Dazu ein bisschen Schwimmen und Laufen. Und natürlich viel Schlaf für eine optimale Regeneration (9 bis 10 Stunden pro Nacht).


Im April folgt zunächst eine Woche mit etwas niedrigeren Umfängen zur Regeneration. In den folgenden 3 Wochen steigere ich dann wieder bis hin zur finalen Umfang-Spitze in der letzten April-Woche, die aber sicherlich unter dem März-Hoch liegt. Langsam sind nun auch ein paar intensive Einheiten dabei.


Am 01. Mai ist der erste Wettkampf, die Olympische Distanz in Amberg. Ab jetzt sind die Wettkämpfe gleichzeitig meine intensiven Einheiten. Es folgt eine Sprintdistanz in Gemünden am 12. sowie der Halbmarathon in Würzburg am 19. Mai. Die Zeit beim Halbmarathon wird eine gute Indikation dafür sein, ob ich meine Laufleistung über den Winter halbwegs halten konnte. Bis Ende Mai versuche ich dann, erste Freiwasser-Schwimmeinheiten abzuspulen.


Jetzt wirds langsam ernst. Optional steht eine Sprint- oder Olympische Distanz am 02. Juni in Schwandorf an. Dann der erste Höhepunkt: Die halbe Ironman-Distanz bei der Challenge Kraichgau am 09. Juni – ein riesiges Event mit insgesamt 3500 Athleten! Der Wettkampf ist sehr wichtig, da es der gleiche Veranstalter wie später in Roth ist. Das bedeutet, dass ich mich mit allem bestens vertraut machen kann: Organisation und Ablauf, Renntaktik und Wettkampfpsyche sowie Verpflegung. Meine Zielzeit wird Schlüsse darauf zulassen, ob die 10-Stunden-Marke in Roth zu knacken sein wird oder nicht. Am 23. Juni finden Sprint- und Olympische Distanzen in Lauingen und Rüdesheim statt, die ich optional wahrnehme. Tendenziell aber eher nicht, um die Challenge Kraichgau körperlich optimal zu verdauen. Wichtig ist die Olympische Distanz am 30.06. am Rothsee. Die Location ist nahe der 2 Wochen später stattfindenden Challenge Roth, sodass ich hier schonmal die Anfahrt und Organisation "trainieren" kann.


Eine Woche vor Roth findet am 07. Juli die Sprint- und Olympische Distanz in Erlabrunn bei Würzburg statt. Wahrscheinlich ist es so kurz vor dem Hauptwettkampf des Jahres klüger, nur auf die Kurzstrecke zu gehen. Eine Teilnahme halte ich aber grundsätzlich für sinnvoll, um im Wettkampfrhythmus zu bleiben und die innere Spannung zu halten. Man muss ja nicht unbedingt immer am Anschlag durchballern...

Und dann ist's soweit: Roth am 14. Juli! Ich werde wohl so aufgeregt sein, dass ich die Nacht zuvor nicht schlafen kann. Aber wenn bis dahin alles glatt geht und ich wie geplant fit bis in die letzte Zelle bin, kann ich das auch noch verkraften. Dann heißt es nur noch eines: Renntaktik sauber einhalten, nicht überzocken und am Ende die Früchte der monatelangen Strapazen ernten! Ich kanns kaum erwarten!

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