You Will Do This

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Ziel: Ironman

Am 14. Juli 2013, zwei Jahre nach meinem 1. Triathlon überhaupt, war das große Ziel erreicht: Im Ziel bei der Challenge Roth. Dream Coming True! Zeit: 9h 17min (Patz 68 bei rund 3500 Startern).

Wenn du denkst, du bist schnell: Fahr in ein Trainingslager!

PsychologiePosted by Marko Fri, March 21, 2014 20:48:04
Es war wieder ein Highlight: Das 2-wöchige Trainingslager mit der Deutschen Triathlon Union auf Mallorca. Top Teilnehmer, Top Wetter, Top Essen. Rund 1200 km Rad, 120km Laufen und 15 km Schwimmen. Ein Trainingseffekt, der sich in der Saison wieder auszahlen wird. Und zwischendurch in den Pausen immer wieder das Gefühl, ein kleines bisschen "Urlaub" zu genießen; wenn es auch gerade einiger Tage Renegeration im Büro bedarf, um das Trainingspensum zu verdauen. Das Camp ist mittlerweile so beliebt, dass die DTU sogar 2 weitere Termine anbietet.

Bergetappe: Gruppe 1 auf dem Sant Salvador. Alle lachen, einer isst :)

Auch dieses Jahr waren wieder echt starke Leute dabei, von denen ich viel lernen konnte. Leute, die einem die eigenen Grenzen aufzeigen und gleichzeitig vormachen, was alles möglich ist. So wie Thomas, der auf der Mitteldistanz nur 3 Minuten langsamer Rad fuhr als Sebastian Kienle. Oder Michael, der dieses Jahr 3 ganze und drei halbe Ironmans absolvieren will. Oder Anja, die 4 Marathons laufen will. So richtig Verrückte also, die dem Camp das besondere Flair geben. Es waren aber auch viele "normale" Breitensportler dabei, die sich einfach eine gute Form für die Saison holen möchten.

Klasse waren die Vorträge von Dr. Wolfgang Feil zur Sporternährung, Dr. Florian Hanakam zur Leistungsdiagnostik und von unserem Guide und früheren Olympioniken Christian "Paule" Prochnow zur Schwimmtechnik.

Anekdoten aus 2 Wochen Triathlon Camp:
- Man kann eine Flasche Tabasco während eines Vortrags austrinken
- Grünen Tee aus dem Teebeutel kann man essen
- Fleisch nur essen, wenn die Tiere rumgelaufen sind (z. B. Hunde und Katzen)
- Kekse nie ohne Plastikbeutel und Löffel in der Trikottasche mitnehmen
- immer eine extra große Schüssel fürs Frühstück dabei haben
- 50 reduzierte Portionsbeutel Ultra Refresher sind immer noch teurer als die Dose
- intelligente Mücken suchen sich Verstecke im Hotelzimmer
- man kann ein komplettes Multitool durch den Sicherheitscheck bringen
- bei Übergepäck einfach den Neoprenanzug anziehen :)
- gegen 16-jährige Kader-Athleten ist auf der Sprintdistanz kein Kraut gewachsen

Nur eine Fage bleibt: Nächstes Jahr wieder? Nachdem wir nun 2 Jahre lang x-Mal durch Campos und Santanyi gerollt und dutzende Male auf die Berge Randa und Sant Salvador hinaufgefahren sind? Mal schauen. Vielleicht klappt es auch mit einer Trainingsgruppe auf Korsika, Zypern oder in Südafrika. Wenn ihr gute Angebote findet, gebt mir gerne Bescheid. Wir haben bereits mit ein paar Leuten überlegt, etwas zu organisieren.

Sonnenaufgang am Pool in Colonia Sant Jordi. Beste Bedingungen im Best Swim Centre




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Das ganz große Ziel

PsychologiePosted by Marko Sat, August 18, 2012 13:20:31
Der Mensch braucht Ziele. Höher, schneller, weiter. Ihr wisst schon. Am Anfang war das Ziel, den Ironman überhaupt zu finishen. Immerhin, das ist doch ein großes Ziel - oder? Nun ja, wie so oft im Leben war dies nur der Anfang eines Prozesses...

Das ganz große Ziel...

Phase 1: Die Zeiten von Bekannten, die eine Ironman-Distanz gefinisht haben, weckten den Ehrgeiz in mir. Schnell war es die 12 Stunden-Marke, die es zu unterbieten galt. Für ambitionierte Amateursportler ist das die "Schallgrenze".

Phase 2: Während eines Schwimmseminars wurde mir von einem fortgeschrittenen Teilnehmer gesagt, ich solle mir "vernünftige" Ziele setzen. Wenn ich ordentlich trainiere, könnte ich locker unter 11 Stunden finishen. Meine Antwort: "Die Zeit ist doch egal. Es geht darum, anzukommen." Zwei Wochen später hatte ich es mir anders überlegt: 11 Stunden sind machbar, wenn ich mein Training konsequent durchziehe.

Phase 3: Schließlich kam die Mitteldistanz in Hofheim, und mit ihr eine ziemlich gute Zielzeit, die mir eine erste - wenn auch hypothetische - Hochrechnung auf die Langdistanz erlaubte. "Alles Quatsch, diese Hochrechnungen", sagen erfahrene Triathleten. Allerdings hatte ich schon immer meinen eigenen Kopf. Also: Mit Zeitfahrrad, intensivem Lauftraining und einer verbesserten Technik bei allen Disziplinen könnte tatsächlich die 10 Stunden-Marke fallen, wenn alles glatt geht.

Fazit: Triathlon ist ein verrückter Sport. Und so stehe ich nun hier, mit kaum mehr als 1 Jahr Erfahrung und einem Zeitziel von 9:59:59, das schon fast in die Nähe des Profi-Bereichs einzuordnen ist. Ups. Das ganz große Ziel also gleich zum Ironman-Debüt. Wenn es dafür nicht reicht, sei es wegen Schwäche, mangelnder Erfahrung oder wegen des Wetters (auf das man immer alles schieben kann) - dann ist das nicht schlimm (sage ich heute). Wie gesagt: Es geht darum, anzukommen. Oder?

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