You Will Do This

You Will Do This

Ziel: Ironman

Am 14. Juli 2013, zwei Jahre nach meinem 1. Triathlon überhaupt, war das große Ziel erreicht: Im Ziel bei der Challenge Roth. Dream Coming True! Zeit: 9h 17min (Patz 68 bei rund 3500 Startern).

Höhentraining in Malte's WG

RadPosted by Marko Thu, April 25, 2013 12:25:20
Es gibt Momente im Leben, in denen man seinen eigenen Augen nicht traut. Stellt euch vor, ihr kommt in ein WG-Zimmer und seht dort ein Zelt (!), das fein säuberlich auf dem Bett aufgebaut ist. Alles klar?

Genau so sieht's aus. Malte, Medizinstudent aus Würzburg und Gründer des Vereins "Laktatwalze", hat ein neues Experiment gestartet: Höhentraining. In seinem WG-Zimmer. 6 Wochen lang. Zu fünft.

Marko für 1,5 Stunden bei 3100 Metern

Und das geht so: Rad mitbringen, auf der Rolle festschnallen, Hypoxie-Gerät einschalten ("sssss"), Rammstein-Konzert auf Youtube starten, Boxen aufdrehen, Maske aufsetzen, Pulsoximeter anlegen – und losradeln. Nach einer Stunde klingelt es, der nächste kommt mit seinem Rad zum Training, fliegender Wechsel. Ich nehme an, die anderen Mitbewohner finden den ganzen Trubel super und ganz sicher muss auch keiner in Ruhe lernen :) Sind ja nur 6 Wochen.

Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, schläft Malte jede Nacht in seinem Höhenzelt auf x-tausend Meter Höhe bei verringertem Sauerstoffgehalt – und ohne seine Freundin, die lieber klassisch auf den Würzburger 177 Meter über Null nächtigt. Aber es sind ja nur 6 Wochen.

Wie oft bei solchen Experimenten geht natürlich auch mal was schief. Zum Beispiel muss man wissen, dass das Gerät einen Höhenadapter besitzt. Dieser war bei Auslieferung auf "an" gestellt. Für Maltes erste Nacht bedeutete dieses Detail 4100 Meter Höhe statt der geplanten 2100 Meter. Am nächsten Morgen fühlt man sich dann etwas unausgeschlafen (wohl wegen der pochenden Kopfschmerzen und des dreistelligen Pulses beim Aufwachen). Aber als Mediziner kann man sich da ganz gut selbst helfen.

Malte (links) und der "Commander" beim Passiv-Training auf 4800 Metern.

Wie ihr seht ist das Ganze ein lustiges Projekt. Und vielleicht bringt's ja auch was. Jedenfalls trainieren wir jetzt schon seit 4 Wochen regelmäßig in Malte's WG-Zimmer. Bis jetzt sind alle noch ganz gut gelaunt. Und im Zimmer riecht es noch nicht allzu streng nach Schweiß, auch wenn der Teppich bereits etwas eingeweicht ist. Aber es sind ja nur noch 2 Wochen :)

Danke an Markus Göbel von www.hoehenvorbereitung.de für den Deal mit dem Hypoxie-Gerät – ohne euch wäre aus dem Projekt nichts geworden. Und hier noch der Link zu den verrückten Laktatwalzen: www.laktatwalze.de

  • Comments(2)//triathlon.graenitz.org/#post24

Die Höllenmaschine ist eingetroffen

RadPosted by Marko Wed, August 15, 2012 21:44:12
Am 14. August 2012 war es endlich soweit: Ich holte meine Zeitfahrmaschine bei Canyon in Koblenz ab. Damit fährt es sich praktisch von allein :) Das Rad war gerade um 350 Euro im Preis gesenkt und damit ein echtes "Schnäppchen".

Canyon CF 9.0. Fährt von allein.

Vor Ort gab es noch ein paar Tipps von einem Canyon-Mitarbeiter, der früher Profi-Radsportler war. Es war KEIN Verkäufer-Typ, der mir irgendetwas aufschwatzen wollte. Ein sehr angenehmes Gespräch. Zusammenfassung: Pulsmesser ist Pflicht (ideal ist die Polar RCX 5), ein Zeitfahrhelm lohnt sich auf jeden Fall, ebenso Radschuhe mit Carbonsohle. Ach ja, und Oakley-Brillen sind nicht "nur teuer", sondern auch gut. Ich kann jedem, der ein Rad dort bestellt, ans Herz legen, es vor Ort abzuholen. Das Rad wird fertig montiert übergeben, wie gesagt mit zusätzlichen Infos und Tipps.

Jetzt heißt es nur noch: trainieren, trainieren, trainieren - vor allem ab Februar/März 2013. Und nicht auf die Schnauze fallen. Dann steht einer guten Radzeit in Roth nichts mehr im Wege - außer natürlich ein Platten...

  • Comments(2)//triathlon.graenitz.org/#post7

300 Kilometer Tour

RadPosted by Marko Thu, August 09, 2012 16:09:54
Hattet ihr schonmal einen großen blauen Fleck in der Form eines Sattels am Hintern? Nein? Dann wart ihr wohl noch nicht bei der jährlichen 300 Kilometer-Tour der RSG Würzburg dabei.

Ich bin froh, dass es einen so tollen Verein wie die RSG gibt
(trotz des blauen Flecks). Als ich im Jahr 2010 mit dem Rennradfahren anfing, waren es die langen und (für mich viel zu schnellen) Ausfahrten am Wochenende, die meine Leistung pushten. Anfangs war mir die Gruppe so überlegen, dass der Tag regelmäßig nach einer Ausfahrt "beendet" war. Doch schon im Jahr 2011 konnte ich im Mittelfeld ganz gut mithalten. Nach dem diesjährigen Trainingslager mit der RSG in der Toskana - ein echter Geheimtipp - ging es noch etwas besser.

Aber zurück zum blauen Fleck. Letztes Wochenende hatte ich die 300 Kilometer Tour ins Auge gefasst. Ich muss zugeben, dass ich mich letztes Jahr nie und nimmer getraut hätte, da mitzufahren. Doch nun war die Zeit gekommen.


Am Abend vorher war eine Sommer-Party, die ich extra "frühzeitig" und nach nur wenigen Bier gegen 01:30 Uhr verließ. Um 06:00 Uhr war Aufstehen angesagt, und ich fuhr mit dem Auto zum Treffpunkt. Um 07:00 Uhr ging es dann mit etwa 25 Mann los. Ein paar Frauen waren bei der Quälerei auch dabei. Ich erspare euch jetzt die Details - es gab 2 kurze Pausen, bis wir gegen 12:15 Uhr und nach rund 150 Kilometer wieder am Ausgangspunkt angekommen waren. Halbzeit und zugleich Mittagspause. Einige stiegen aus, ein paar frische Fahrer kamen dazu.

Kurz nach 13:00 Uhr ging es auf die zweite Runde. Die frischen Fahrer legten bis Gemünden ein Wahnsinntempo vor, das selbst im Windschatten mehr oder weniger meiner Leistungsgrenze entsprach. Zudem begannen die Schmerzen vom Sitzen. Ich wollte es ja so. Nach einer kurzen Pause wurde das Tempo etwas langsamer, und mit einem Energie-Gel rettete ich mich bis zur dritten und letzten Pause. Diese war bei etwa 280 Kilometern in Tauberbischofsheim, kurz vor dem Ziel. Das Problem: Jetzt folgte der Schlussanstieg. Die Fahrer der RSG wollten sich nicht lumpen lassen und bretterten den Berg hoch - ich konnte mit letzter Kraft gerade noch den Anschluss halten, mit Blick auf das Hinterrad vor mir und dem Gedankengang: "Nicht abreißen lassen! Nicht abreißen lassen! Nicht abreißen lassen!".

Nach rund 310 Kilometern war die Tour gegen 18:30 Uhr endlich vorbei. Reine Fahrzeit: Etwa 9 Stunden. Im Hofbräu-Biergarten haben wir dann noch etwas gegessen und getrunken, bevor es für mich nach Hause ging - zum 12-stündigen Regenerationsschlaf. Der blaue Fleck blieb etwas länger.

  • Comments(0)//triathlon.graenitz.org/#post0